Eine verwaiste Webadresse und der Raubzug von Schall und Rauch.
Technisch ist in der heutigen Zeit vieles möglich.
Ein Mitarbeiter von Schall und Rauch, welcher unten auf dem Foto bewusst unkenntlich gemacht wurde (namentlich David Peter) hat vor lauter Langeweile im Office einen Redirect-Grab-Hack (RGH) durchgeführt.
Die Domain Relentless.komm (zu Deutsch: unbarmherzig), befindet sich nun unter vollständiger, unbarmherziger Kontrolle von Schall und Rauch Marketing.
Zuvor wurde diese Webadresse auf ein kleines E-Commerce-Unternehmen mit Cloud Sparte weitergeleitet.

Wie Funktioniert ein Redirect-Grab-Hack
Viele technische Informationen möchten wir aus Gründen der nationalen IT-Sicherheit nicht preisgeben.
Es handelt sich hierbei um Interna der Sicherheitsstufe Alpha.
Zudem fällt das Thema in unsere interne Rubrik: Tech-Know-How-Not.
Dennoch haben wir für Pressevertreter eine exklusive Stellungnahme von Whistleblower David erhalten.
Die meisten wissen vermutlich, wie ein normaler Redirect funktioniert: Ein Besucher wird auf eine andere Webadresse weitergeleitet.
Dabei entsteht eine kurze Latenz. Es sind zwar lediglich Millisekunden, aber es bietet genug Zeit, um den RGH anzuwenden und nebenbei eine komplett neue Website zu programmieren.
Bescheiden ist er ja, nennen wir ihn an dieser Stelle einfach David P.
Als Kollege dachte ich mir, ich könnte etwas mehr Details aus ihm herauskitzeln.
Das war am Ende ganz einfach. Ich hatte eine Feder, und David hatte kurz vorher einen tiefen Schluck aus dem Gurkenwasser genommen.
Seine finale Aussage unter Folter:
Das hat ein Spaß gemacht. Das ging einfach. Zu einfach.
Mehr war aus dem Meisterhacker leider nicht herauszubekommen.
Ist es ehrenhaft, eine verwaiste Webadresse zu klauen?
Wir finden: Ja!
Es macht schlichtweg keinen Sinn, eine Webadresse so verkümmern zu lassen. Sinnig vor dem Redirect gewesen wären zumindest:
- Ein paar Katzen-GIFs
- Oder Hunde-GIFs
- Besser: Hunde die Katzen jagen (als animiertes Bewegtbild)
Aber dort war digitale Leere. Eine bloße Weiterleitung.
Dass die Webadresse nun stattdessen auf unsere eigenen Editionen umleitet, könnte man uns jetzt als Einwand vorhalten.
Wir sehen das anders:
Der Besitzer hat die Seite nicht verloren… er hat nur vergessen, dass er sie hat. Wir passen jetzt einfach auf sie auf. Und auf seinen Webtraffic.
Copywrong @ Stefan Noffke
